// AXEL HACK

→ GALERIE

Das große Jahrhundert der Entdeckungen liegt zwar schon einige Zeit zurück. Aber auch heute erfordert manche Forschung Pioniergeist. Axel Hack, Jahrgang ‘86, erforscht seit mehr als 15 Jahren Höhlen in Deutschland, im europäischen Umfeld, aber auch in Papua Neuginea. Erforschen heißt in vielen Fällen vermessen und dokumentieren, was in einem hohen Maße auf Fotografie beruht. Diese dient dann in geographischen Vorlesungen und Fachzeitungen/Zeitschriften dazu, anderen Menschen die Thematik ›Höhlenforschung‹ nahezubringen und Wissenschaftlern Grundlagen für ihre Forschung zu liefern.

»Dass Höhlenfotografie unter außergewöhnlich widrigen Bedingungen erfolgt, ist klar: Wenig und nur künstliches Licht, der Weg ist beschwerlich und tagelanges Klettern erfordert eine kleine, aber auch extrem stabile Ausrüstung. Luftfeuchtigkeit, Nässe und feinster Höhlenlehm sind die normalen äußerlichen Bedingen, die das Equipment aushalten muss.«

ahjourney

›Höhlen im Land der Kosuaren‹

Für die Erforschung und Kartierung von Höhlen ist die dokumentarische Fotografie von wesentlicher Bedeutung. Dass diese eher sachlich motivierte Form der Fotografie durch einen ästhetischen Anspruch über die rein forscherische Absicht auch begeistern kann, beweisen die Bilder von Axel Hack. Die Bilder, die hier zu sehen sind, entstanden im Rahmen einer Expedition, die Ende 2015 bis Anfang 2016  in einem abgelegenen Teil Papua Neuguineas stattgefunden hat. 14 Forscher aus verschiedenen Nationen hatten den Auftrag im Stammesgebiet der Korsuaren die dort teils nur vermuteten Höhlen karthographisch zu erfassen. Wie abgelegen dieses Gebiet im südliche Papua Neuguinea ist, belegt die Tatsache, dass die Forschergruppe der vierte bekannte Besuch einer ausländischen Gruppe bei diesem Stamm sind. Bis zu einer nächsten zivilen Ansiedlung sind es für einen Eingeborenen mehr als einen Tag Fußmarsch.

Das gebirgige Gebiet im Regenwald ist durchsetzt von Höhlen – viele davon unbekannt. Mit den einheimischen Führern und Satellitenaufnahmen wurden mit dieser Expedition einige dieser Höhlen entdeckt und ca. 8 km dieser weitverteilten Höhlengebiete karthographiert. Damit werden weitere ›weiße Flecken‹ auf den Weltkarten entfernt.

00b-Axel-Hack-Hoehlen       00c-Axel-Hack-Hoehlen

Dass bei dieser Form der Dokumentation das Equipment einer besonderen Belastung standhalten muss, ist logisch: Oft gelangt man erst durch Abseilen und Kletterpartien in die Höhlen. Dort ist nicht nur Feuchtigkeit ein Problem – feinster Staub und Lehm setzt den Forschungsgeräten zu. Ein weiteres Problem ist die Ausleuchtung der teils gigantischen Räume. Auf Verdacht setzt Axel Hack an verschiedenen Stellen, die meist erst durch lange Kletterpartien erreicht werden können, Blitzwürfel, die elektrisch ferngezündet werden. Diese Methode hat sich elektronischen Blitzen gegenüber als sehr viel zuverlässiger erwiesen. Dass dabei so verblüffend gut ausgeleuchtete Raumbilder entstehen, ist der langen Erfahrung des Fotografen zu verdanken.