// AXEL SCHÖN

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Axel Schön lebt und arbeit in Kiel als Fotograf mit eigenem Studio. Kommunikationsdesign-Studium an der Muthesius Kunsthochschule/Kiel mit Schwerpunkt Fotografie. Schon seine Diplomarbeit führte ihn 1991 nach Russland, wo er seitdem viele Reportagen gemacht hat.

Schwerpunkt seiner Arbeit sind Porträts und klassische Werbeaufnahmen sowie freie künstlerische Arbeiten im Sinne freier künstlerischer Dokumentation.

foto-schoen.de

 

›St. Petersburg 2015‹

Fotografen wird sehr häufig nachgesagt, dass sie ihre innere Befindlichkeit in der äußeren Realität finden und so die Bilder eher Psychogrammen nahekommen, als dass sie die Gegebenheiten dokumentieren. So, denke ich, muss man auch die Bilder von Axel Schön lesen, die im Sommer 2015 in St. Petersburg entstanden sind – auch, wenn man dann gleich schmunzeln muss, weil man eine große Anzahl von Baustellenmotiven vorfindet ...

Als Axel Schön 2015 mal wieder für einige Wochen nach St. Petersburg fuhr, entstanden neben redaktionellen Serien auch eine große Anzahl Bilder von Orten, die man allgemeinhin als wenig fotogen erachten würde. Genau genommen waren das meist Szenen, denen eigentlich ein zentrales Objekt fehlt. Nimmt man sich aber etwas Zeit und schaut genauer, wird man als durchgehende Thematik in allen Motiven eine rätselhafte Stimmung um das ›Nichts‹ herum finden. Kleine Bühnen am täglichen Weg mit einem meist unerklärlichem Zauber. Diesen Zauber entwickeln die Arbeiten am besten in großen Formaten in denen der Betrachter wie in einer aufgeschlagenen Zeitung lesen kann. Oft sind es besonders die Details, über die der Blick stolpert und die dann durch Irritation Eindruck machen.

TECHNIK

PENTAX 645Z mit den Objektiven 55 mm und 75 mm. Das Equipment bei diesem Projekt war bewusst schlank. gehalten: Durch die Beschränkung auf mehr oder weniger eine Brennweite (55 mm – das 75er kam eigentlich nur bei Porträts zum Einsatz) hält die gesamte Serie formal eng zusammen, da der Blick nicht durch unterschiedliche Bildwinkel beunruhigt wird.