// LUKAS & SIMONE

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Lukas & Simone leben und arbeiten zwischen Köln und Bonn. Beide wuchsen mit der Fotografie auf – sei es durch frühes Arbeiten mit der Foto-AG in der Schule, wie bei Simone, oder durch das familiäre Umfeld bei Lukas: »Irgendwo lag immer ein Fotoapparat rum und es war auch eine Dunkelkammer im Haus.« Allerdings haben beide sich für Ingenieurstudeingänge entschieden und leben die Leidenschaft für die Fotografie nebenberuflich aus.
Trotz der ähnlichen beruflichen und fotografischen Herkunft bringen Simone und Lukas ganz unterschiedliche Sichtweisen in die Teamarbeit ein. Hier ergänzen sich technisches Know-How und konzeptioneller Zugang zur Fotografie mit Spontaneität und der Bereitschaft sehr frei zu experimentieren. Gemeinsam ist ihnen das Ziel mit Fotografie Bilder zu inszenieren, die gerne theatralisch und fantasievoll sein dürfen, um damit Geschichten jenseits des normalen Alltags zu erzählen.
Das Projekt ›Time‹ ist ein erstes gemeinsames Projekt, wobei durch einige kleine Zusammenarbeiten das Team schon aufeinander eingespielt ist.

the-art.photography
Veröffentlichung bei ›kwerfeldein‹

›Time‹

Die Bildserie ›Time‹ ist eine freie Arbeit, die ursprünglich in eine Kalenderproduktion münden sollte. Daher beruht das Konzept inhaltlich auf den verschiedenen Aspekten, die man mit dem Begriff ›Zeit‹ verbindet – und das in der ganzen Bandbreite der Bedeutungen: von freudvoll und glücklich bis zu beklemmend und erdrückend – oder es wird ganz einfach die Tatsache gezeigt, dass wir es allgemein gewohnt sind, die Zeit immer im Auge zu behalten. Inzwischen hat sich das Projekt aber zu einer unabhängigen Bildserie ausgeweitet und es steht noch offen, wie diese Arbeit später dargestellt wird.

Bei diesem Projekt ist jedes einzelne Bild ist eine eigenständige Produktion, die immer wieder mit verschiedenen Teams entsteht. Und meist wird die Bildentwicklung mit einem MakingOf-Video dokumentiert. So nehmen uns die beiden Künstler mit in ihr ›Atelier‹ und zeigen immer wieder den Produktionskreis von der ersten Skizze bis zum fertigen Bild.

»Die Produktion von ›Watchman‹ fand im Garten unseres Hauses statt, da wir in erster Linie nur freien Platz benötigten. Den Hintergrund bildete eine alte Stalltür; die anderen Requisiten haben wir einem Fundus entnommen, den wir schon in der Konzeptionsphase zusammengestellt haben. Die Studioblitze kamen zum Einsatz, da wir so die Tiefenschärfe sehr präzise steuern und das Licht unseren Vorstellungen entsprechend formen konnten.. Neben den beiden sichtbaren Fotografen waren noch Daniel und Julian als Video-Team vor Ort.« ...

»Die Location für die ›Prisoner of time‹-Aufnahme hatten wir im Vorfeld recherchiert: Hier sollte ein Weg klar durch die Blickführung in die Tiefe den Gedanken des Zeitstrahls vorgeben. Bei der Lichtsetzung kam hier zum Tragen, dass wir dank der Blitze die Tageslichtstimmung in eine Dämmersituation umwandeln konnten. Die Uhr war übrigens keine ›gefundene‹ Requisite, sondern wurde für diesen Zweck umgebaut – hier war es natürlich hilfreich, dass Lukas als Maschinenbauer Zugang zu einer Metallwerkstatt hat. Der leidende Gesichtausdruck war übrigens auch keine schauspielerische Leistung: Die lausige Kälte zauberte diesen Ausdruck ganz von alleine ...«  

»Unser ›Time-Bomb-Motiv‹ ist eine der unaufwändigeren Produktionen in dieser Reihe: Die Requisiten waren schnell gebaut und das Set unproblematisch zu installieren. Wichtig war uns die Lichtführung und schöne Reflexe auf der ›Bombe‹, denn dort liegt die Konzentration der Betrachtung. Da wir in diesem Fall den Rechner gleich nebenan hatten, konnten wir mit dem Tethering-Programm arbeiten. Das war sehr vorteilhaft in Bezug auf Details und hat die Nachbearbeitung erheblich schlanker gemacht ...« 

»Unsere Idee ist eine von der Zeit gezeichnete Frau … an einem dunklen, mystischen Ort … mit dem Rücken zu dem Betrachter gewandt. Mit einem Fenster, einem Ausblick, der nicht genutzt wird, als einzige Lichtquelle … diese Beschreibung war die erste Ideenskizze für ›Scars of time / Narben der Zeit‹« ...

»Die Arbeit ›timeless‹ stellt unsere Vorstellung dar, als hätte man genügend Zeit, in der man baden könnte ...«  

UNTERSTÜTZUNG

Die Elinchrom-Blitzanlage stammt von profot/Köln, die uns bei diesem Projekt unterstützen.
Video (Watchman/Prisoner): Daniel Krautscheid und Julian Monien.
Video (Scars of time): hartmann.media