// NICOLE OESTREICH

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Nicole Oestreich stammt aus Dissen am Teutoburger Wald. In den 90er Jahren zog es sie in den Norden ans Meer wo sie heute in Timmendorfer Strand an der Ostsee lebt. Ihr ursprünglicher Zugang zur Fotografie war das ganz normale Fotografieren von Familie und Urlaub. Erst vor einigen Jahren kam sie durch ihren Mann zur bewussten Fotografie: Von ihm in die Technik eingeführt, begann sie Motive am Strand mit ihrem Gefühl für Komposition, das sie durch ihre tägliche Arbeit in einem Architekturbüro gewohnt war, in Bilder umzusetzen. Lange Zeit war das Meer, der Strand, das nordische Licht ihr bevorzugtes Thema. Es folgten erste Aufträge und Ausstellungen und inzwischen diverse Veröffentlichungen in Zeitschriften. Inzwischen kann man Nicole Oestreich nicht mehr über die Auswahl ihrer Themen festlegen – allerdings ist die sichere Komposition und die Neigung zur Inszenierung ein feiner roter Faden durch die vielfältigen Serien. Mehr zu Nicole Oestreich unter:

www.nicole-oestreich.com

 

›Wing Chun-Kämpfer‹

(Text Jan Klose-Brüdern) Es ist schon eine Weile her, als der Making-Off-Film mit Nicole Oestreich und den beiden Wing Chun-Kämpfern: Lars Böckers und Vantho Pham-Guskow am Ostseestrand bei Travemünde entstand. Die Bedingungen für die Foto- und Dreharbeiten waren zwar ungemütlich, aber für eine PENTAX-Kamera (und als Werbung für solche sollte der Film auf der PHOTOKINA laufen) waren sie perfekt: Es war ein spätwinterlicher, typisch norddeutscher Junitag ...
Was damals bei der Konzentration auf die Arbeit etwas in den Hintergrund geraten war, wollte ich jetzt nachholen: Was heißt eigentlich Wing Chun? ... und siehe da – hier schließt sich ganz charmant ein Kreis und lässt mich schmunzeln: Es heißt ›Ode an den Frühling‹ ... (... und ist eine chinesische Kampfsportart, eine Stilrichtung des Kung-Fu)
Nicole Oestreich beim Arbeiten zuzusehen, war ein purer Spaß. Nach der üblichen Absprache der Settings, die fotografiert und gefilmt werden sollten, entstand nicht die übliche konzentrierte Hast. Ganz im Gegenteil. Wir schlenderten eher von Schauplatz zu Schauplatz und ganz unmerklich fing Nicole an zu fotografieren, fingen die Kämpfer an zu agieren. Der Kameramann musste sehr genau hinschauen, um den Übergang von Zwischenphasen zum konzentrierten Arbeiten mitzubekommen. Es gab auch keine nennenswerten Anweisungen, sondern nur gelegentliches Plaudern und dann wieder fotografieren. So entstand in ungewöhnlich kurzer Zeit eine Serie mit ungewöhnlich vielen, abwechslungsreichen Momenten.