// PHILIPP REISS

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Philipp Reiss, 1982 in Hamburg geboren, studierte zunächst Geographie in Hamburg und Paris bevor er sich entschied aus dem Hobby der Fotografie einen Beruf zu machen. Bereits während des Geographie-Studiums veröffentlichte er in regionalen Hamburger Medien. Nach dem Diplomabschluss nahm er 2010 ein zweites Studium in Hannover auf. Der Studiengang ›Fotojournalismus und Dokumentarfotografie‹ bietet eine klar journalistische Ausrichtung. Reportagen und Essays bilden den Schwerpunkt der Lehre.

Neben dem Studium jobte Philipp Reiss als Produktfotograf und als Assistent bei verschiedenen, namenhaften Fotografen. So konnte er als Assistent an der Seite von Oliver Mark in Berlin Erfahrungen in der Portraitfotografie von prominenten Persönlichkeiten wie Tom Tykwer, Martina Gedenk oder Douglas Gordon sammeln. Die journalistische Arbeitsweise mit dem Erzählen in Reportagen und Serien zeichnet generell die Fotografie von Philipp Reiss aus. Fotos werden bei ihm nicht inszeniert außer gelegentlich bei Portraits, die einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit bilden.

Seit 2013 lebt und arbeitet Philipp Reiss als freier Fotograf in Berlin.

philreiss.de

 

 

›Street-Food‹ ...

ist in aller Munde. Es findet sich momentan überall und ist zu einer völlig eigenen Kultur von Kulinarik geworden. Aus der Hektik und der Vielfalt der großen Städte und urbanen Räume ist das schnelle Essen auf der Straße inzwischen nicht mehr weg zu denken.

Nicht mehr nur Döner und Currywurst gibt es als Snack zwischendurch unter freiem Himmel. Immer mehr stellt sich der Gedanke der gesunden und bewussten Ernährung auch beim Streetfood ein. Biologisch und regional hergestellte Zutaten sind ebenso zu finden wie vegetarische oder vegane Mahlzeiten für unterwegs. Dabei zeichnet sich die Street-Küche besonders durch die individuelle Vielfalt aus. Hippe Trends gibt es genauso wie traditionelle „Evergreens“. Jede Nation hat ihre ganz eigenen Gerichte, Zutaten und Zubereitungsarten für das besondere Street-Food. Und so will jeder Verkaufsstand das ganz spezielle „Street-Food-Erlebnis“ bieten ...

Optisch eröffnet sich eine bunte Welt. Die frischen Zutaten, die scharfen Saucen und individuellen Verkaufsstände sind wie gemacht für die Farbfotografie. Schrille Farben und exotische Zubereitungsarten bieten eine opulente Bilderwelt. Ich habe die Welt dieser oft raffinierten, manchmal simplen Gerichte für den PENTAX-Kalender 2015 fotografiert. Im Mittelformat. Direkt auf der Straße.

TECHNIK

... »Die gesamte Serie entstand mit der PENTAX 645D, Brennweiten smc PENTAX-DFA 645 55 mm und smc PENTAX-FA 645 35 mm. Dies sind Brennweiten, wie ich sie meistens bei Reportagen verwende. Die 645D ermöglichte auch draußen unter freiem Himmel und außerhalb des Studios flexibles Arbeiten dank der vielen Direktwahltasten und der komfortablen und einfachen Bedienbarkeit. Außerdem liegt die Kamera dank des ergonomischen Designs sehr gut in der Hand.

Der einzige Unterschied zur Arbeit mit einer klassischen Kleinbild-DSLR-Kamera ist die etwas auffälligere Größe. Die ›dicke Berta‹, wie ich sie nannte, vermittelt bei den Fotografierten schnell den Eindruck einer sehr professionellen Kamera und wirkt etwas abschreckend.

Das f2.8/55mm nutzte ich auch für Close-up-Portraits; die enorme Schärfe des Objektivs und die hohe Auflösung der Kamera lassen viel Spielraum für Retusche und sehr große Prints. Im Reportagebereich zahlte sich der sehr schnelle Autofokus in Verbindung mit dem 55mm-Objektiv aus. Die Kombination der 645d und dem 55mm liefert hervorragende Resultate. Dank der zwei Speicherkartenplätze war trotz der enormen Datengröße der Fotos immer für ausreichend Speicherkapazität gesorgt.«

›IDEEN FÖRDERN‹ 2015

Das Projekt ›Streetfood‹ entstand im Zusammenhang mit dem PENTAX-Wettbewerb ›Ideen fördern‹ und wurde als Kalender realisiert und auf der PHOTOKINA 2014 großformatig ausgestellt.