// STEFFEN BÖTTCHER

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Böttchers fotografische Karriere begann schon sehr früh. Als Sohn eines Fotografen pendelte er bereits im Kindesalter zwischen Shooting und Dunkelkammer. Zunächst schlug er sich jedoch für ein Jahrzehnt in der Werbebranche herum und fand seine Liebe zur Fotografie erst relativ spät zurück.

Steffen Böttcher begann zunächst als Hochzeitsfotograf und arbeitet heute als Reportage- und People-Fotograf. Durch diverse Auslandsaufenthalte begann er vor einigen Jahren damit, freie Reisereportagen zu fotografieren, die mittlerweile in zahlreichen Bildbänden veröffentlicht wurden. Sein unkonventionelles Fachbuch-Debüt ›Abenteuer Fotografie‹, hielt sich lange Zeit auf den Bestseller-Listen und wurde 2014 auch als Hörbuch veröffentlicht - das erste Hörbuch über Fotografie überhaupt.

Sein Fotostudio in Buchholz in der Nordheide (30km südlich von Hamburg) hat sich im Laufe der letzten Jahre als Anlaufstelle für viele Fotografen etabliert, die ihre Fähigkeiten ausbauen wollen. Steffen Böttcher gibt dort Workshops für fortgeschrittene Fotografen, die in zweitägigen Intensivkursen vor allem Themen jenseits der Technik finden.

Steffen Böttcher berichtet regelmäßig über seine Arbeit auf seinem Blog www.stilpirat.de

 

 

›Logbuch New York‹

Steffen Böttcher unternahm im April 2015 den Versuch, neue Aspekte New Yorks einzufangen und einen eigenen Blick dieser Stadt zu zeigen – keine leichte Aufgabe.

Böttcher ist nicht der erste, der diesen Versuch unternahm und er war sich zunächst nicht sicher, ob eine Recherche nutzt oder eher hinderlich ist. Relativ schnell wurde ihm klar, dass er sich auf die Pentax 645z und nur eine Brennweite beschränken wollte. Als Objektiv nutzte er eine kuriose Selbstbau-Linse, die ihm oft einige verwirrende Blicke einbrachte. Mit ihr konnte er jedoch genau die Mischung aus ›Pictorialismus‹ und ›Cinema Noir‹ umsetzen, die ihm schon längere Zeit im Kopf herum spukte. Die Power des Mittelformat-Sensors der Pentax 645z war dabei ein zusätzliches, wichtiges Gestaltungsmittel.

Seine zentrale Frage war: Wie begegnest du einer Stadt fotografisch, von der es mehr Fotos zu geben scheint, als vom Rest der Welt? »Durch New York zu laufen ist, als würdest du in einem Bildband blättern, den du schon dutzende Male durchforstet hast. Nichts braucht die Welt weniger, als das ich jetzt noch mal alles genau so abfotografiere. Darauf aufbauend sein eigenes Buch dieser Stadt zu fotografieren, scheint doppelt schwer.« so Steffen Böttcher.

Und doch stellte er sich dieser selbst gestellten Aufgabe. Steffen Böttcher lief in 20 Tagen 336 km kreuz und quer durch New York und sammelte nicht ganz alltägliche Aufnahmen aus einem sehr eigenen Blickwinkel. »Nie war Herz und Auge so dicht beieinander, wie in den vergangenen drei Wochen …« sagte er selbst im Anschluss an seine Reise. Der daraus entstehende Bildband ›Logbuch New York‹ ist im Herbst 2015 erschienen. Begleitend dazu wird es mehrere Ausstellungen sowie zahlreiche Diavorträge geben:

TECHNIK

Auf seinen Touren durch New York hat Steffen Böttcher die Pentax 645z mit nur einem Objektiv dabei gehabt (und eine Kompakte: RICOH GR), um maximal beweglich zu bleiben. Das Objektiv ist ein Selbstbau, (Squeezerlens) den er exakt auf seine Bildvorstellung hin mit Frank Baeseler entwickelt hat.


Das Buch kann man bestellen unter: shop.stilpirat.de


Zu diesem Projekt wurde folgende Anzeige in verschiedenen Fachzeitschriften geschaltet: