// KAY ZIMMERMANN

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1985 – 1988 Ausbildung zum Fotografen

1987–1989 Arbeit als Trickkameraassistent im ›Institut für Film, Bild & Ton‹

1990 – 1991 Museumsfotograf im Stadtgeschichtlichen Museum Wismar

Seit 1991 freiberuflich tätig

1992 Umzug nach Berlin

2003 – 2008 Studio für Fotografie und Werbung in der Münzstrasse, Berlin

2011 Umzug nach Leipzig

lebt und arbeitet in Leipzig und Berlin

> kayzimmermann.de

 

›Ein Stück Natur‹

»Auf den ersten Blick könnte man meinen, Kay Zimmermann gehe es um die Schönheit der Natur – sicher, die den Bildern innewohnende Anmut besticht. Bei einigen Arbeiten stellt sich geradezu eine Ehrfurcht ein. Seit Baumgarten [Alexander Gottlieb Baumgarten / deutscher Philosoph 1714 – 1762], also seit 1750, bis ins 19. Jahrhundert bezeichnete der Begriff ›Ästhetik‹ vor allem die Lehre der sinnlichen Wahrnehmung, die ein Wissen vom Sinnenhaften anstrebte. Der Begriff wandelte sich jedoch schnell und meinte schon bald mehr und mehr das Schöne und in diesem Sinne ist er auch uns heute noch geläufig. In seiner ursprünglichen Bedeutung aber trifft er genau auf die Arbeiten von Kay Zimmermann zu: es handelt sich um eine visuelle Untersuchung des fotografisch Wahrnehmbaren. Daher geht es bei den Arbeiten von Zimmermann immer auch um Strukturen, um das Erkennen einer Ordnung.
Was uns beim Anblick dieser Bilder bewusst wird. Ob im Großen oder im Kleinen, alles wiederholt sich, immer unterschiedlich und doch immer gleich. Dabei überkommt uns ein romantisches Gefühl, eine gewisse Melancholie. Wir, die wir doch so gerne einzigartig, großartig sein wollen und sein müssen, fühlen uns angesichts dessen, was hier abgebildet ist, klein und verloren.«

(Ausschnitt aus der Einführung von Joachim Seinfeld)