// NICOLE OESTREICH

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Nicole Oestreich stammt aus Dissen am Teutoburger Wald. In den 90er Jahren zog es sie in den Norden ans Meer wo sie heute in Timmendorfer Strand an der Ostsee lebt. Ihr ursprünglicher Zugang zur Fotografie war das ganz normale Fotografieren von Familie und Urlaub. Erst vor einigen Jahren kam sie durch ihren Mann zur bewussten Fotografie: Von ihm in die Technik eingeführt, begann sie Motive am Strand mit ihrem Gefühl für Komposition, das sie durch ihre tägliche Arbeit in einem Architekturbüro gewohnt war, in Bilder umzusetzen. Lange Zeit war das Meer, der Strand, das nordische Licht ihr bevorzugtes Thema. Es folgten erste Aufträge und Ausstellungen und inzwischen diverse Veröffentlichungen in Zeitschriften. Inzwischen kann man Nicole Oestreich nicht mehr über die Auswahl ihrer Themen festlegen – allerdings ist die sichere Komposition und die Neigung zur Inszenierung ein feiner roter Faden durch die vielfältigen Serien. Mehr zu Nicole Oestreich unter:

www.nicole-oestreich.com

 

›Total geplant‹

Darf man sich dem brisanten Thema ›Freitod‹ mit Humor nähern? ... ist eine ironische Darstellung des Themas lebensbejahend oder verletzend? Nicole Oestreich hat sich für das Projekt ›Total geplant‹ wochenlang inhaltlich mit dem Thema Suizid auseinandergesetzt, bevor sie ihre etwas skurrilen Bildideen umgesetzt hat. Dabei ist die Form teils streng und sachlich in der Komposition und lenkt den Blick direkt auf Situationen, die einen stutzen lassen – immer kommt man zum Schluss: So nicht ...

Und genau das ist dann auch die Aussage der Serie: »Keine der Varianten, die ich in den Motiven meiner Serie zeige, würde funktionieren. Und genau das möchte ich damit sagen: Es geht immer irgendwie weiter.«

Die Umsetzung der Serie erfolgte dann in sehr kurzer Zeit. »Damit Stimmung und Licht die Serie zusammenhalten, bereite ich alle Szenen vorher präzise vor, damit vor Ort die einzelnen Bilder nach Drehbuch zügig abgearbeitet werden können – das ist nicht nur wegen des schnell wechselnden norddeutschem Wetters, sondern ich halte so auch die Konzentration zwischen Model und Fotograf aufrecht.« Daher war diese Serie, die hier mit der PENTAX 645Z umgesetzt wurde, vorher mit der PENTAX K-3 schon mal testweise vorgearbeitet worden. Einige Motive haben so noch einen neuen Schliff erhalten – andere sind sich verblüffend ähnlich, als wären sie eine Blaupause.